Gemeinde Unterensingen

Seitenbereiche

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Wichtige Links

Impressum | Hilfe | Inhalt

Sehenswertes

Überblick

Hier haben wir für Sie die wichtigsten Gebäude, Plätze und sonstigen Sehenswürdigkeiten in Unterensingen zusammengestellt. 

Rathaus – Kirchstraße 31

Rathaus
Rathaus

Der ehemals württembergische Erblehenshof, zuletzt Erblehen von Michael Mayer, wurde 1558 von der Gemeinde Unterensingen erworben, die an dieser Stelle das heutige Rathaus errichtete. 1716 wurde das Gebäude mit barocken Einbauten versehen. 1817 wurde der Dachstock erneuert. 1976/77 wurde das Gebäude grundlegend renoviert und in die heutige Form umgebaut. 

Quelle: 
Dokumentation über Kleindenkmale von Günter Kaßberger;     Heimatbuch der Gemeinde Unterensingen von Gerhard Hergenröder; Hinweistafeln der Gemeinde Unterensingen

Michaelskirche in der Kirchstraße

Michaelskirche
Michaelskirche

Die St. Michaels Kirche (im Volksmund auch Michaelskirche genannt) wurde 1275 erstmals erwähnt. 1448 von Graf Ulrich V. von Württemberg an das Kloster Adelberg gestiftet, 1454 durch Papst Nikolaus V. in die Abtei einverleibt. Seit 1534 ist die Michaelskirche ein evangelisches Gotteshaus. 1840 wurde aufgrund eines Blitzeinschlags der Glockenstock und das Turmheim neu gebaut. 2001 erfolgte eine grundlegende Sanierung. 

Quelle: 
Dokumentation über Kleindenkmale von Günter Kaßberger;     Heimatbuch der Gemeinde Unterensingen von Gerhard Hergenröder; Hinweistafeln der Gemeinde Unterensingen

Adelberger Hof in der Kirchstraße

Adelberger Hof
Adelberger Hof

Der Adelberger Hof grenzt unmittelbar an die Westseite der Kirchhofmauer. Es handelt sich um den ehemaligen Widdumhof von Unterensingen, seit 1476 im Besitz des Klosters Adelberg mit dem kirchliche Rechte verbunden waren. Der Hof besaß das seltene Recht der Freyung (Asylrecht). 1535 wurde das Kloster im Zuge der Reformation aufgelöst und dem Herzogtum Württemberg einverleibt. Das Vermögen wurde dem sogenannten Kirchengut zugeschlagen. Seit 1807 wurde der Adelberger Hof in mehreren Teilen an Unterensinger Bürger veräußert. Die Hofanlage ist auf der Nordseite nach wie vor durch einen Torbogen zugänglich.

Quelle: 
Dokumentation über Kleindenkmale von Günter Kaßberger;     Heimatbuch der Gemeinde Unterensingen von Gerhard Hergenröder; Hinweistafeln der Gemeinde Unterensingen

Altes Schulhaus – Kirchstraße 36

Altes Schulhaus
Altes Schulhaus

Gotischer Grundstock und Gewölbekeller aus dem 16. Jahrhundert. In heutiger Form mit zwei Schulsälen nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-48) erbaut, 1680 erstmals als Bild überliefert. Neuausbau mit Stuck und Holztäfelung 1781/82. 1988 grundlegende denkmalgerechte Renovierung. Heute befinden sich in den Räumlichkeiten das Gustav-Kemmner-Zimmer, der Weltladen, die     Musikschule und ein Archiv.

Quelle: 
Dokumentation über Kleindenkmale von Günter Kaßberger;     Heimatbuch der Gemeinde Unterensingen von Gerhard Hergenröder; Hinweistafeln der Gemeinde Unterensingen

Bürgerhaus – Schulstraße 8

Bürgerhaus
Bürgerhaus

An der Stelle der früheren Unterensinger Kelter (die vor dem Bau der Schule in die Kelterstraße versetzt wurde) erhebt sich das markante Gebäude. Es war 1879/80 als einstöckiges Schulhaus mit Tuffstein-Fassade erbaut worden. 1914 erfolgte die Erhöhung um ein Stockwerk, dessen Fassade verputzt ist. Seit 1978 wird das Bürgerhaus vor allem von den örtlichen Vereinen und der Backhausinitiative genutzt. 

Quelle: 
Dokumentation über Kleindenkmale von Günter Kaßberger;     Heimatbuch der Gemeinde Unterensingen von Gerhard Hergenröder; Hinweistafeln der Gemeinde Unterensingen

Brunnen in der Ortsmitte – Kanalstraße

Brunnen in der Ortsmitte
Brunnen in der Ortsmitte

Der im Volksmund wegen seiner Form auch „Raketenbrunnen“ genannte Brunnen wurde von Bildhauer Gottfried Gruner aus Horb-Rexingen im Jahr 1991 gestaltet in Anlehnung an die jahrhundertealte Mühlentradition Unterensingens. Das Wasser fließt von oben herab und treibt dann in drei verschieden dimensionierte Räder. Ein Solarelement erzeugt den Strom für den Antrieb eines Sonnensymbols als Verweis auf das neu angebrochene Solarzeitalter, das auch in Unterensingen Einzug gehalten hat (z.B. Solaranlagen auf den Dächern der Schule und der Bettwiesenhalle). Das Wasser wird über einen geschwungen gemauerten Bachlauf von ca. 40 m Länge zu einem ebenfalls gemauerten Wasserbassin abgeführt. 

Quelle: 
Dokumentation über Kleindenkmale von Günter Kaßberger;     Heimatbuch der Gemeinde Unterensingen von Gerhard Hergenröder; Hinweistafeln der Gemeinde Unterensingen

Salemer Hof – Gebäude Esslinger Straße 14

Salemer Hof
Salemer Hof

Der Salemer Hof war seit 1294 Klosterhof der Zisterzienserabtei Salem. Er wurde 1620 als Erblehen an Georg Kraushaar übergehen. Das denkmalgeschützte Haus soll stilgerecht saniert und das Gebäude zu Wohnzwecken genutzt werden. 

Quelle: 
Dokumentation über Kleindenkmale von Günter Kaßberger; Heimatbuch der Gemeinde Unterensingen von Gerhard Hergenröder; Hinweistafeln der Gemeinde Unterensingen

Mühle am Neckarwehr – an der K 1219 (Wendlingen-Zizishausen)

Mühle am Neckarwehr
Mühle am Neckarwehr

Die Mühle mit Inventar erwarb die Gemeinde 1824 im Rahmen einer Versteigerung, die diese weiter verpachtete und veräußerte diese aufgrund der Erfahrungen mit säumigen Pächtern weiter an den Kirchheimer Müller Johannes Künkele. Nach diversen Wechseln der Eigentumsverhältnisse ging das Anwesen 1895 in den Besitz der Firma Heinrich Otto & Söhne, die die Mühle an den 1867 geborenen Müller Eduard Hummel verpachtete. Erst 1958 ging das Mühleanwesen in den Besitz der Familie Hummel über, der es auch heute noch gehört. 

Quelle: 
Dokumentation über Kleindenkmale von Günter Kaßberger;     Heimatbuch der Gemeinde Unterensingen von Gerhard Hergenröder; Hinweistafeln der Gemeinde Unterensingen

Naturschutzgebiet

Baggersee
Baggersee

Gegenstand der Naturschutzgebiete, die bereits in den frühen 80er Jahren festgesetzt wurden, sind die Unterensinger Baggerseen (Röhmsee und Schülesee). Diese entstanden durch das Graben nach Kies, welches in Unterensingen bereits in den 30er Jahren begann. Mit dem im Jahr 1934 beginnenden Autobahnbau erreichte die Kiesausbeute eine bisher nicht gekannte Dimension. Nahezu ungebremst mündete die Kieskonjunktur in die Bunkerbauwelle des 2. Weltkriegs. Auch nach dem Kriegsende gab es nur eine kurze Atempause, da Brücken, Häuser, Fabriken und vieles andere wieder aufgebaut werden mussten. Dann setzte der Wohnungsbau ein.

Die Wunden, welche aufgrund des Kiesabbaus in die Talaue geschlagen wurden, nannte man Baggerseen. Ökologisch gesehen begannen diese Seen allmählich die früheren überschwemmungsbedingten Lachen, auch Altlachen genannt, zu ersetzen. Gerade aber die Geschichte der Unterensinger Baggerseen zeigt, dass im ersten Nachkriegsjahrzehnt von einem Ökologiebewusstsein keine Rede sein konnte. Eine Ausnahme bildete lediglich der alte Baggersee, welcher bereits im Jahr 1954 zum Schutz der Vogelwelt teilweise gesperrt und 1956 als Vogel- und Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Um Störungen zu vermeiden, beschloss der Gemeinderat, den Weg um den See für den Kraftfahrzeugverkehr ganz zu sperren. Als Schlusspunkt dieser Entwicklung ist die Unterschutzstellung des Seegebiets zu sehen. Besonders erwähnenswert ist die "größte Seerosenzucht Europas", welche mittlerweile im Grienwiesensee (Schülesee) beheimatet ist.

Die Unterensinger Bushäuschen

Das Mühlrad aus dem Unterensinger Ortswappen ziert diese Haltestelle in der Esslinger Straße.
Das Mühlrad aus dem Unterensinger Ortswappen ziert diese Haltestelle in der Esslinger Straße.

Die sieben Unterensinger Wartehäuschen an den Bushaltestellen waren oft sehr verschmiert und unsauber. Deshalb beauftragte die Gemeinde den Künstler Max G. Bailly, die Wände dieser Wartestellen künstlerisch zu gestalten. Nach dem Motto „Eine Gemeinde schmückt sich“ machte er sich ans Werk. Jetzt sind die Haltestellen für die Passanten nicht nur interessant, sie bleiben bis auf wenige Ausnahmen auch sehr sauber. Im Zuge dieser Aktion gestaltete Bailly auch die Wand am Eingang eines Kindergartens in Unterensingen. Es lohnt sich auch, im Rahmen eines Spazierganges die einzelnen Wartehäuschen zu begutachten. Der Künstler lebt seit vielen Jahren in Unterensingen. In der kleinen Gemeinde hat er auch sein Atelier. In Stall und Scheune bietet er regionalen Künstlern ein Podium für Ausstellungen und Konzerte. Damit setzt er weitere kulturelle Impulse in Unterensingen.

Architektur: Hans Ulrich Kahl, Unterensingen
Malerei: Max. G. Bailly, Unterensingen

Mehr Bilder zu den Unterensinger Bushäuschen können Sie in unserer Bildergalerie ansehen. 

Kleindenkmale

Malerei am Feuerwehrhaus
Malerei am Feuerwehrhaus

In der Gemeinderatssitzung am 06. Juni 2011 hat Günter Kaßberger die Dokumentation über Kleindenkmale präsentiert. Diese hat er als ehrenamtlicher Kleindenkmalbeauftragter nach über einem Jahr Arbeit im Frühjahr 2011 fertigstellen können. Am 10.09.2011 und am 16.06.2012 folgte eine Führung für alle Interessierten. Die Dokumentation kann im Rathaus bei Frau Becker (Zimmer 5) eingesehen werden. 

Was sind eigentlich Kleindenkmale?
Kleindenkmale sind meist freistehend, ortsfest, klein und individuell von Menschenhand aus beständigem Material gefertigt. Sie sind Dokumente des Lebens und des Wirtschaftens in der Kulturlandschaft. Deshalb dienen sie oftmals einem bestimmten Zweck:

  • Sie erinnern an Personen oder Begebenheiten,
  • markieren Rechte und Pflichten,
  • grenzen Eigentum und Zuständigkeiten ab,
  • erfüllen Funktionen im Alltag,
  • bezeugen den Glauben.

Informationen zur Dokumentation

  • erfasst wurden ca. 100 Objekte, z.B. Portalinschriften, markante Steine, Gedenkstätten, interessante Gemarkungsgrenzsteine, Skulpturen und Malerien
  • ältestes erfasstes Objekt ist ein Markungsgrenzstein zu Neuhausen auf den Fildern aus dem Jahr 1577

Mehr Beispiele zu den Kleindenkmalen in Unterensingen können Sie in unserer Bildergalerie ansehen.